{Enthält Werbung für ein Buch, unbeauftragt, selbst gekauft und aus persönlicher Begeisterung!}
Guten Morgen, ihr Lieben! Habt ihr die heißen Sommertage gut überstanden?
Ich habe Anfang August meine 1. Chemo gehabt und wirklich sehr gut verkraftet (bei den Chemotransfusionen, die ich bekomme, kot....en sich die meisten Menschen die Seele aus dem Leib. Ich hatte Dank meines sehr robusten Magens viel Glück und mir war nicht einen einzigen Tag übel). Ich bin morgens um kurz nach 8.00 Uhr an den Tropf gekommen und habe nonstop dort gesessen bis 15 Uhr mittags. Es wurde sich so lieb um uns Patienten gekümmert, es gab Kaffee und Wasser, wenn man mochte (Snacks für morgens und mittags sollte man sich selbst mitbringen), die Stühle konnten in Liegestellung positioniert werden und waren wirklich sehr bequem.
Leider hatte ich einen mega-heißen Tag erwischt und es war über einige Stunden lang fast 30 Grad in dem Behandlungszimmer. Das war schon sehr anstrengend. Ich war schweißgebadet und hatte das Gefühl, das ganze Gift kam mir aus den Poren wieder raus (so war es wohl auch). Als ich Zuhause war, bin ich als erstes unter die Dusche und dann erschöpft ins Bett gefallen.
Für die Chemos hatte ich mir bereits im Vorfeld ein sehr schönes Buch gekauft. Die Autorin ist Swaantje Taube - vielleicht kennt der eine oder andere sie von Instagram (@swaantjetaube). Swaantje hatte selber früher Brustkrebs, ist wieder gesund geworden und hat ihr Leben umgekrempelt. Das Buch hat den wunderbaren Titel: "Happiness & Longevity: Das Mut- und Mitmach-Buch für Frauen 50+: Gesundheit, Ernährung, Beauty, Styling. Gib alles, nur nicht auf!" und ich habe es bereits während der ersten Chemo fast zur Hälfte gelesen. Ich empfehle dieses Buch von Herzen weiter!
In den letzten Tagen habe ich gemerkt, wie mir immer wieder Haare in die Augen fielen oder ich manchmal plötzlich welche im Mund hatte. Ich hab dann mal testweise an einem kleinen Büschel Haare gezogen und hatte den dann plötzlich in der Hand! Das wurde mir echt zuviel und so habe ich heute zum elektrischen Haarschneider gegriffen und mein Haar auf 6 mm abrasiert. Ich seh wirklich aus, wie eine Knastschwester, da überall schon die Kopfhaut durchscheint.
Meine Onkologin hatte mir gleich beim Vorgespräch zur Chemo ein Rezept für eine Perrücke ausgestellt, aber das werde ich nicht einlösen. Es ist mir viel zu warm unter so einer Perrücke und ich trage lieber schöne Tücher und leichte Baumwoll Beanies. Wenn ich natürlich wüsste, dass die Haare nach der Behandlung nicht wieder wachsen würden, dann würde ich auch zu einer Perrücke greifen. Aber so ist es ja nur vorübergehend.
Vergangenen Donnerstag wurde es mal brenzelig, da bekam ich plötzlich Fieber und musste in die Notaufnahme. Dort haben sie mich auf den Kopf gestellt, aber nichts gefunden. Es war wohl einfach nur eine Reaktion meines Körpers auf das ganze Gift.
Im Moment befinde ich mich in der dritten Woche meines ersten Chemo-Zyklusses, in dieser Woche geht es wieder aufwärts mit dem Immunsystem, es ist die Erholungswoche. Zwischendurch muss ich auch immer ins Krankenhaus zur Blutabnahme und Kontrolle. Wenn nach der dritten Woche die Blutwerte noch stabil sind und mein Körper es verkraften wird, dann erhalte ich Chemo Nr. 2. Vor der zweiten Chemo habe ich tatsächlich etwas Bammel, das soll erfahrungsgemäß mit die schlimmste Runde mit den meisten Nebenwirkungen werden.
Ich freue mich sehr, dass die Temperaturen nun gefallen sind und die Natur etwas Regen abbekommt (vielleicht auch ein Tropfen auf den heißen Stein für die furchtbaren Waldbrände, hoffentlich hilft es etwas!!!). Auch meine Therapie ist viel erträglicher, wenn keine Temperaturen über 30 Grad sind.
Ich kann es nun kaum noch erwarten, dass es Herbst wird und freue mich so, irgendwann die Herbstdeko vom Speicher zu holen.
Euch Lieben sende ich liebe Grüße,
















