Wenn man aus unserem Dörfchen rausfährt, kommt man derzeit an einem wunderschönen Sonnenblumenfeld vorbei. Vor ein paar Tagen, nach dem Einkaufen, kam ich dort mit dem Auto vorbei und nahm mir fest vor, gegen Abend noch einmal mit dem Fahrrad hin zu fahren, um ein paar Fotos zu machen. Schaut mal, ist das nicht schön?
Meine bessere Hälfte und ich gehen derzeit oft früh morgens mit dem 1. Kaffee nach draußen und genießen ihn dort. Die Luft ist noch herrlich frisch, der Himmel oft sooo schön und parallel lassen wir dann schonmal Wasser in die Baumsäcke laufen bzw. gießen die Pötte und Gefäße mit Blumen und Gemüse.
Ihr Lieben, eigentlich wollte ich meiner Krankheit hier im Blog garnicht so viel Raum geben. Ich möchte nicht, dass sie beginnt, mein Leben zu "beherrschen" - ich möchte sie aber natürlich auch nicht völlig totschweigen. Ich habe mir vorgenommen, die Therapie durchzuziehen und dabei aber so gut, wie möglich zu versuchen, ein halbwegs normales Leben zu führen. Weil der eine oder andere so lieb gefragt habt, halte ich Euch zwischendurch aber gerne auf dem Laufenden:
Das Informationsgespräch am letzten Mittwoch war gut und ich war froh, dass meine Mum dabei war. Eine sehr einfühlsame, liebe Ärztin hat uns den Therapieplan gut erklärt und wir haben viele Fragen gestellt.
Meine Behandlung besteht aus 3 Phasen.
Phase 1 besteht aus einer leichteren Chemo, kombiniert mit Bestrahlung (6 Wochen lang). Danach habe ich 4 Wochen Pause (Phase 2), um mich etwas zu erholen. Dann kommt der heftige Teil: Phase 3 besteht aus einer starken, kombinierten Chemo (dann aber ohne Bestrahlung) innerhalb eines Zeitraums von 12 Wochen. Zusätzlich muss ich ab Tag 1 und dann für insgesamt 2 Jahre eine Immuntherapie machen. Diese kann leider auch ziemliche Nebenwirkungen haben, aber da ich einen sehr starken und (aktuell noch) gesunden Körper habe, hoffe ich, ich steck das alles gut weg.
Anfang nächster Woche bekomme ich im Krankenhaus unter örtlicher Betäubung schon einen "Port" unter die Haut gesetzt und durch den wird mir dann alles verabreicht in den nächsten Monaten.
Nach dem Gespräch - unsere Männer hatten in der Krankenhaus-Kantine bei einem Kaffee auf uns gewartet - sind wir noch nach Mönchengladbach rein gefahren und haben zu viert sehr lecker zu Mittag gegessen. Das hat mich auf andere Gedanken gebracht und der Seele gut getan.
Die interessanten Pflanzen, die Ihr oben im Bild seht, haben wir in großen Scharen am Rande des Krankenhausgeländes entdeckt. Sie waren so imposant - ich musste gleich mal ein Foto schießen, um Zuhause zu recherchieren, um welche Stauden es sich handelt: es ist die sogenannte "Balkan-Bärentatze" oder der "Balkan Bärenklau", wobei dieser aber NICHT verwandt ist mit dem bekannten giftigen Bärenklau!
Der Knaller war dann der Dienstag. Wir haben unseren Farmhouse Schrank im niederländischen Kringloop abgeholt. Er passte nur auf der langen Seite liegend in unseren Hänger (also in so einer Art "hochkant") und mein Mann hat ihn von allen Seiten mit Spanngurten festgezurrt. Ich hatte auf der Rückfahrt über Land (ca. 35 km) trotzdem ziemliche Schweißausbrüche - bei jedem Hubbel die Luft angehalten - weil ich dachte, wir verlieren den Schrank unterwegs ;-))) Während mein Mann bei sowas immer Nerven wie Drahtseil hat, bekomme ich regelmäßig Herzklabaster, lach ;-)))) Aber der Schrank war natürlich knackig fest gezurrt und wir sind gut zu Hause angekommen.
Inzwischen ist der schöne Schrank schon aus- und abgewaschen, steht an seinem entgültigen Platz und ist eingeräumt. Ich zeige Euch die Tage mal Fotos vom fertigen Look.
(Weil ich hier ein bisschen über meine Woche erzählt habe, verlinke ich meinen Beitrag bei Andrea (Karminrot Blog) und ihrer schönen Linkparty "Samstagsplausch". )
Euch Lieben wünsche ich ein wunderbares Wochenende,
liebe Grüße, Loni xx















